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Der Ref-Rückblick (Folge 1): „Zielwerfen an Stationen“ (1. Sport-UB)

Ich bin etwas später zum Lehramt gekommen (zugegebenermaßen vorher etwas anderes zu lange studiert und beim Lehramts-Studium auch nicht gerade schnell gewesen) und habe mein Ref in der Zeit von November 2011 bis Ende April 2013 am ZfsL Bonn absolviert. Von manch einem hatte ich im Vorfeld gehört, dass das Ref so furchtbar schlimm sei. Das kann ich so absolut nicht unterschreiben. Ja, das Seminar war durchschnittlich, die Vorbereitung auf die Unterrichtsbesuche (UB) nicht immer angenehm. Aber ich hatte in Mathe eine tolle Mentorin (über meine Sport-Mentorin sage ich besser mal nichts…) und eine super Schule, in der es die Kinder mir immer leicht gemacht haben.

Und dass so ziemlich jeder Unterrichtsentwurf erst in der Nacht vorher fertig wurde (mehrfach die Nacht durchgemacht), muss ich wohl als meinen Arbeitsstil akzeptieren, denn bei den Zeugnissen ist es auch immer so. Daran wird sich wohl auch nichts mehr ändern.

Bevor ich ein wenig auf meinen ersten UB eingehe, noch ein Hinweis: Am Ende des Artikels werdet ihr in Zukunft immer den Entwurf als Download finden und je nachdem auch weiteres Material dazu. Bitte beachtet, dass die Entwürfe seitdem nicht überarbeitet wurden und besonders die ersten Entwürfe inhaltlich doch kritisch zu betrachten sind, vor allem was den gewählten Schwerpunkt und die Zielformulierung angeht. Ich werde auch nur noch bedingt sagen können, was bei den Stunden besonders gut oder schlecht lief, da es schon eine Weile her ist.

Aber genug der Vorgeschichte, los geht es mit meinem ersten Sport-UB. Ich hatte mich für das Zielwerfen als Unterrichtsreihe (UR) entschieden. Soweit ich mich noch richtig erinnern kann, ging es in den ersten Stunden der UR darum, verschiedene Wurfarten kennenzulernen. Da in der Besuchsstunde an Stationen geworfen werden sollte, wurde das Üben des Auf- und Abbaus der Stationen mit in die UR integriert (3. und 4. Stunde der UR). Das würde ich so heute nicht mehr machen, sondern da das Auf- und Abbauen ohnehin dazugehört, sollten da andere Schwerpunkte gesetzt werden. Das hat mit dem Thema „Zielwerfen“ spezifisch ja auch nichts zu tun.

Im UB selbst ging es dann darum, an den Stationen den zweckmäßigsten Wurf herauszufinden (von unten, oben etc.) und dies mit einer kleinen Karte, auf der die gewählte Wurfart abgebildet war, zu reflektieren (diese Karten kann ich aus Lizenzgründen nicht anbieten). Zusätzlich hatten die Kinder noch einen Wurfplan, auf dem sie die Stationen abhaken konnten.

Ich denke, dass das thematisch für eine Stunde einfach zu viel war, auch zeitlich mit einer Zwischenreflexion. Im Nachhinein muss ich auch sagen, dass das viel zu starr gefasst war. Ob ein Kind von oben oder unten wirft, sollte egal sein, solange der Weg zum Erfolg führt (vor allem in der 2. Klasse). Dass aus biomechanischer Sicht beim Schlagwurf auf die etablierte Art geworfen werden soll, darauf kann man sich einigen. An solchen Wurfstationen spielt das aber überhaupt keine Rolle. Wer trifft, hat bekanntlich recht. Den Kindern letztlich eine bestimmte Wurfart als (aus meiner Sicht) „die beste“ für jede Station aufzwingen zu wollen, ist sicherlich ein Fehler gewesen. Sinnvoller fände ich es, mit den Kindern darüber zu sprechen, mit welcher Wurfart SIE am besten treffen können und es auch dabei belassen. Wenn ein Kind Erfolgserlebnisse mit einem Wurf von unten hatte, ich (oder die Mehrheit der Kinder) aber den Wurf von oben am besten finde, warum sollte man dann dem einen Kind diesen Erfolg durch Aufzwingen einer anderen Wurfart nehmen?

Aber aller Anfang ist ja bekanntlich schwer. Ich hoffe trotzdem, dass euch der Entwurf ein wenig Inspiration und Starthilfe geben kann. Ich weiß, dass man besonders am Anfang der Ausbildung ins kalte Wasser geworfen wird.

Ich habe für den Download persönliche Daten und geschützte Bilder entfernt. Ihr findet unten den Entwurf, den Wurfplan in zwei Ausführungen und natürlich die Stationskarten (die Grafiken habe ich selbst erstellt). Die Karten habe ich in den letzten Tagen noch einmal gründlich überarbeitet. Ich freue mich, wenn ihr sie einsetzen könnt.

DOWNLOAD (Entwurf)

 

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